Nach dem 11.September 2001 ist noch deutlicher geworden: An anderen Kulturen darf uns nicht nur Exotik und Folklore interessieren. Wir müssen versuchen, sie in ihrer Tiefe zu verstehen.

Fremdsein, Befremden und Unverständnis bilden häufig die Basis für ein Gefühl der Bedrohtheit und Angst. Dies wiederum fördert Ablehnung und Intoleranz. Toleranz und Sympathie, auch die Fähigkeit zu Empathie, sind unabdingbare Voraussetzungen für ein Verstehen fremder Kulturen und der Förderung friedlichen Zusammenlebens.  Dazu gehört auch, die kulturelle Verständigung zu fördern.


Dieses Seminar befasst sich mit dem Orient im Allgemeinen und mit  dem Land Afghanistan als spezielles Beispiel für Geschichte und Politik eines Landes. Wir betrachten die historischen, politischen, geografischen, klimatischen, religiösen und gesellschaftlichen Bedingungen und wollen erkunden, nach welchen Regeln das tägliche Leben heute läuft. Parallel dazu beschäftigen wir uns mit Menschen aus dem islamischen Kulturkreis, die in unserem Land leben. Warum und wann kamen sie? Was machen sie bei uns? Können wir sie und ihr Leben verstehen? Wie tolerant sind wir mit Fremden?


Diesen und anderen Fragen wollen wir im Seminar nachgehen.

In der Form der Werkstattarbeit werden wir uns vom dritten Seminartag an mit der Kleidung im orientalischen Raum beschäftigen und dabei auch selbst gestalterisch aktiv werden. Die Werkstattarbeit wird von Gesprächsrunden begleitet, in denen kleine Gruppen zusammengestellt werden, die mit den ReferentInnen einzelne Seminarthemen nochmals vertiefend betrachten und diskutieren. Diese Runden sind unsere „Wasserpfeifengespräche“.

Termine: 

 

04. - 06.03.2020

23. - 25.03.2020

15. - 17.04.2020

20. - 24.04.2020